Konzeption Montessori- Kinderhaus

Pädagogische Konzeption

Parkkindergarten Hagerhof gGmbH

Integratives Montessori- Kinderhaus

 

 

 

Parkkindergarten Hagerhof  gGmbH Bernhard-Klein-Str.16 53604 Bad Honnef Tel.: 02224 – 4458

 

1     Gründung und Entwicklung des Kinderhauses

Der „Parkkindergarten Hagerhof“ wurde 2001 als Elterninitiative von Frau Dr. Meisterjahn – Knebel, Herrn Hansjörg Tamoj und einigen Mitstreitern gegründet und begann zunächst mit zwei Gruppen. Von Beginn an ist er dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) als Fachverband angeschlossen.

Die Rahmenbedingungen der pädagogischen Arbeit stellen die im Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz NRW - KiBiz) genannten Bedingungen und die Montessori-Pädagogik dar.  

Die ersten fünf Jahre befand sich das Kinderhaus in einer Übergangslösung in Räumen der Schule Schloss Hagerhof.

Im Sommer 2006 zog das Kinderhaus in das Gebäude des ehemaligen kath. Kindergartens „Zedernpark“. Wir vergrößerten uns von zwei auf vier Kindergartengruppen.

Im März 2009 änderte sich die Rechtsform der Einrichtung, aus dem Verein wurde eine gGmbH.

Aufgrund des Alters des Gebäudes und veränderter Bedingungen kam es 2012/13 zu einer Grundsanierung des Gebäudes. Für die erforderliche Renovierung sowie von Um- und Anbaumaßnahmen zur Betreuung von U-Dreijährigen - Kindern und der gemeinsamen Betreuung von Kindern mit Behinderung und Kindern ohne Behinderung zog das gesamte Kinderhaus im Juli 2012 für ein Jahr in ein städtisches Gebäude in Bad Honnef um.

Im August 2013 erfolgte der Rückzug in das nach aktuellen Anforderungen renovierte und umgebaute Gebäude.

 

2     Lage und Situation des Kinderhauses

 

Der ‚Parkkindergarten Hagerhof gGmbH‘ ist nun ein viergruppiges Montessori - Kinderhaus mit insgesamt 75 Kindern im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt.

Unser Haus liegt im Herzen der Stadt Bad Honnef am Rhein, einer Kleinstadt im Naturpark Siebengebirge. In direkter Nähe befindet sich u.a. das Cura Krankenhaus. Die Innenstadt ist in fünf Minuten Fußweg zu erreichen. Ein häufiges Ausflugsziel für unsere Kindergruppen sind das nahe gelegene Rheinufer und die „Insel Grafenwerth“ sowie der „Reitersdorfer Park“ oder das „Anna - Tal“ am Beginn des Siebengebirges.

 

 

 

 

 

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen sind alle staatlich anerkannte Fachkräfte mit Zusatzqualifikationen in den Bereichen

 

  • der Montessori- Pädagogik (*teilweise in der Ausbildung)
  • der Heilpädagogik
  • der Psycho- Motorik
  • U- Drei - Bereich
  • Sprachförderung

 

 

Unser Kinderhaus ist ein Haus für Kinder, in dem die vorbereitete Umgebung auf kindliche Lebensbedürfnisse abgestimmt ist. Diese bietet den Kindern den Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum, den sie für ihre Entwicklung benötigen. Wir haben uns das gemeinsame Spielen und Lernen von Kindern mit Behinderung und Kindern ohne Behinderung auf der Grundlage der Montessori-Pädagogik zum Ziel gesetzt. In einer altersgemischten Gruppe werden zehn Regelkinder und fünf Kinder, nach Art und Schwere unterschiedlich förderungsbedürftig, ab dem dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt betreut. Das pädagogische Team der integrativ abreitenden Gruppe, besteht aus einer Erzieherin mit Zusatzqualifikation Physiomotorik und Montessori-Diplom und einer Heilpädagogin.

Mit verschiedenen Therapeuten wie Logopäden, Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten werden Kooperationsvereinbarungen- Verträge getroffen. Diese beinhalten die individuellen, auf die einzelnen Kinder abgestimmten Fördermaßnahmen in Einzeltherapie.

 

Kinder mit und ohne Behinderung haben das gleiche Recht auf eine umfassende Förderung ihrer Entwicklung, die sich an ihren spezifischen Bedürfnissen und Interessen ausrichtet. Wir schaffen Situationen, in denen sie ihre Möglichkeiten und Grenzen ausprobieren und erfahren können. Wir begleiten Kinder auf dem Weg ihrer unterschiedlichen Entwicklungsprozesse. In der individuellen Förderung der emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Entwicklung sehen wir den Erziehungs- und Bildungsauftrag, den wir als Tageseinrichtung für Kinder haben, auf umfassende Weise umgesetzt.

 

In seiner Entwicklung durchläuft das Kind verschiedene Phasen, Zeiten von vorübergehender Dauer, in denen das Erlernen bestimmter Fähigkeiten, Fertigkeiten und Handlungen im Vordergrund steht (sog. sensible Perioden/ heute Zeitfenster genannt). Daraus ergibt sich die pädagogische Forderung, diese von innen kommende Bereitschaft des Kindes etwas Bestimmtes zu lernen durch erzieherische Hilfe herauszufordern und optimal zu fördern. Die Aufgabe der Erzieherin ist es, durch genaue Beobachtung jedes einzelnen Kindes seine Lernbereitschaften in den einzelnen Phasen zu erkennen und sie nicht ungenutzt vorübergehen zu lassen.

 

Fröhlichkeit, Spaß haben, miteinander lachen in einer entspannten Atmosphäre tragen dazu bei, dass Kinder sich wohl fühlen. Sich angenommen und geborgen fühlen steht vor allen Lern- und Förderaspekten.

3      Die vorbereitete Umgebung

Die „Vorbereitete Umgebung" ist die von der Erzieherin zu gestaltende Umgebung. Diese bietet dem Kind Arbeitsbedingungen, unter denen es in freier Wahl der Arbeit entsprechend seiner "Sensiblen Phasen" tätig werden kann.

Die "Vorbereitete Umgebung" ist immer die entwicklungspädagogische Antwort auf die „Sensiblen Phasen" eines Kindes.

Die Erzieherin gestaltet die Arbeitsmittel so, dass es zu einer „Polarisation der Aufmerksamkeit" (konzentrierte Auseinandersetzung mit einer Sache) kommen kann.

Die „Vorbereitete Umgebung" bietet dem Kind einen Gestaltungsspielraum für den Umgang mit anderen Menschen, mit Gegenständen, mit sich selbst. Sie soll zu freiem, selbstverantwortlichem Handeln auffordern.

Der Erzieherin kommt in der „Vorbereiteten Umgebung" eine doppelte Aufgabe zu:

Einerseits ist sie Garantin der „Vorbereiten Umgebung", d.h. sie sorgt dafür, dass sich die Kinder in ihr entfalten und ihre Arbeit gestalten können. Andererseits ist sie Bestandteil dieser Umgebung, da sie sich dem fragenden, suchenden Kind hilfreich zur Seite stellt.

 

4      Selbsttätigkeit in unserem Kinderhaus

 

Selbsttätigkeit“ ist – im anspruchsvollen Sinne – eine Form des Lernens in einer vorbereiteten Umgebung, die sich an den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Kindes ausrichtet und einen Prozess selbständiger Arbeit in tiefer Konzentration überhaupt erst möglich macht.

Das Kind hat in der Vorbereiteten Umgebung die freie Wahl des Ortes, des Arbeitsmaterials, der Zeit und des Spielpartners (sog. Freiarbeit/freie Wahl der Tätigkeit).

In dieser Umgebung muss das Arbeitsmaterial für die Sinne ansprechend und alters- sowie entwicklungsgemäß angepasst an die Bedürfnisse des Kindes sein, so dass es seinem aktiven Tun ungestört nachgehen kann.

„Vom Greifen gelangt das Kind zum Begreifen!“

Durch die freie Wahl kann das Kind in die konzentrierte Arbeit kommen. Dies wirkt sich positiv auf die Gesamtpersönlichkeit des Kindes aus, auch auf die emotionale Entwicklung wie z.B. das Selbstvertrauen.

In der Freiarbeit (freie Wahl des Partners, Ortes und Spiels) haben die Kinder die Möglichkeit sich im sozialen Umfeld zu festigen und zu integrieren.

Diese Montessori - Freiarbeit dient vor allem der selbstständigen Erarbeitung neuer Inhalte.

„Das Kind lernt durch selbst organisiertes Tun!“ MM

Durch die flexible Struktur der Freiarbeit ist es möglich, die Kinder individuell nach ihrem jeweiligen Entwicklungsstand zu fördern.

„Die Freiarbeit des Kindes kann nicht darin bestehen, dass wir es sich selbst überlassen oder es gar vernachlässigen. Nicht durch gleichgültige Untätigkeit helfen wir der kindlichen Seele bei allen Schwierigkeiten ihrer Entwicklung, sondern wir müssen ihr mit Umsicht und liebevoller Sorge beistehen.“ MM

 

5     Entwicklung der Sinne/Sinnesmaterial

 

Schon früh haben Wissenschaftler erkannt, wie sehr die geistige Entwicklung eines Kindes von der Übung seiner Sinnesorgane abhängt und wie die Entwicklung der intellektuellen Fähigkeiten durch die Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit vorangebracht werden kann. Die Eindrücke, die das Kind in seiner Umgebung durch sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken sammelt, sollen durch das Sinnesmaterial verfeinert und geordnet werden.

Zur Schulung und Verfeinerung der Wahrnehmung hat Maria Montessori für die verschiedenen Sinne Materialien entwickelt, an denen vergleichen, unterscheiden, graduieren und benennen geübt werden kann.

Das Sinnesmaterial im Kinderhaus ermöglicht, Merkmale und Eigenschaften der Dinge zu erkennen. Ihre Farbe, Form, Oberflächenbeschaffenheit, Temperatur oder vielleicht ihren Klang sollen die Kinder vergleichen, unterscheiden, ordnen und benennen.

Zur Schulung des Gehörsinnes stehen den Kindern Geräuschdosen und Glocken zur Verfügung.

Der Sehsinn kann anhand verschiedener Farbkästen geübt werden.

Zum Tasten gibt es die Tastbretter und Tasttäfelchen.

Temperaturen vergleichen und unterscheiden ist möglich anhand der Wärmegefäße und Kästen mit verschiedenen Materialien wie Glas, Metall, Holz usw.

Zur Schulung des Geruchssinnes gibt es z.B. die Geruchsdosen, zur Verfeinerung des Geschmackssinnes die Geschmacksübungen.

Eine besondere Kategorie unter den Sinnesmaterialien bildet das Dimensionsmaterial.

Das Dimensionsmaterial dient durch das Erkennen, Benennen, Vergleichen usw. verschiedener Formen der Entwicklung des mathematischen Geistes, da hier mathematische Grundbegriffe erfahrbar gemacht werden.

 

Als Dimensionsmaterial stehen zur Verfügung:

v    Rosa Turm

v    Braune Treppe

v    Rote Stangen

v    Zylinderblöcke

v    Farbige Zylinder

v    Geometrische Körper

v    Dreieckskästen usw.

 

6     Entwicklung der Sprache/Sprachmaterial

 

Die Sprache ist der „Schlüssel zu Welt“, so Maria Montessori, für Kultur und Bildung und stellt die Basis des sozialen Lebens dar. Die Sprache gibt uns die Möglichkeit zur Kommunikation, zum Lernen und zum Austausch von Erfahrungen.

Voraussetzung für die Sprachentwicklung ist die ganzheitliche Entwicklung der Motorik sowie die Sinneswahrnehmung. Um Sprache zu entwickeln müssen Kinder einen sehr feinen Gehörsinn besitzen und die Fähigkeit, jedes kleinste Lautdetail  aus der Sprache ihrer Umgebung wahrzunehmen.

Da Sprache allgegenwärtig ist, ist es besonders wichtig sprachliches Modell und Vorbild zu sein.

Im Kinderhaus wird die Sprache auf unterschiedliche Weise gefördert:

 

Wortschatzerweiterung

v    Einführung der Montessori-Materialien

v    Tischspiele (Gesellschaftsspiele)

v    Bücher (Geschichten, Reime, Gedichte, Rätsel)

v    Stuhlkreise [Lieder (mit und ohne Musikinstrumente), Sing- und Fingerspiele]

v    Rollenspiele (Puppenhaus, Bauernhof, Puppen- und Bauecke)

v    Einzel- und Gruppenaufträge

 

Bewegungserziehung

v    Grobmotorik (Spaziergänge, Spielgeräte auf dem Außengelände, Turnen in

Kleingruppen)

v    Feinmotorik (Sinnesmaterialien, Malen, Basteln, Kneten)

 

Phonetik (Lautbildung)

v    Erstes Lautieren (Erzeugung und Verwendung von Lauten)

v    Lautspiele (Lautierkarten, Memory, Bilderdomino)

 

Vorübungen zum Lesen- und Schreibenlernen

v    Sinnesmaterial

v    Metallene Einsätze

v    Sandpapierbuchstaben und –ziffern

v    Bewegliches Alphabet

v    Lesedosen

 

7     Hinführung zur Mathematik/Mathematisches Material

 

Maria Montessori hat dieses Material ausdrücklich „Grundlegendes mathematisches Material“ genannt. Im Kinderhaus schließt sich das grundlegende mathematische Material deshalb eng an das Sinnesmaterial an. So haben z. B. die blauroten Stangen des Mathematikmaterials dieselbe Gestalt und Dimension wie die roten Stangen des Sinnesmaterials (Prinzip der aufsteigenden Leiter).

 

Das mathematische Material vermittelt Mengen, Zahlen, Ziffern und Symbole.

Das Kind erwirbt Zahlvorstellungen und gelangt zum Zählen, es gewinnt  Einsicht in die Struktur des Dezimalsystems und erfährt das Wesen der Grundrechenarten (z.B. Numerische Stangen, Sandpapierziffern, Spindeln, Ziffern und Chips, Goldenes Perlenmaterial und Kartensatz, Farbige Perlentreppe, Séguin-Tafel 1 und 2, kurze Perlenketten, Hunderter- und Tausenderkette).

 

 

 

 

 

8     Kosmische Erziehung (Der Mensch als Teil des Kosmos)

 

„Die Sterne, die Erde, die Gesteine, alle Formen des Lebens bilden in enger Beziehung untereinander ein Ganzes; und so eng ist diese Beziehung, dass wir keinen Stein begreifen können, ohne etwas von der großen Sonne zu begreifen.“ MM

Mit dieser Beschreibung gibt Maria Montessori einen kleinen, aber sehr aussagekräftigen Einblick in die kosmische Erziehung.

Alles was das Kind umgibt zählt zur kosmischen Erziehung. Dazu gehören die Natur, die Prozesse die Natur steuern, die Kultur und die Technik. Zum Universum gehören nicht nur Sterne und Planeten, sondern auch die Bäume im Garten oder die Spinne in der Zimmerecke.

Es ist ein wichtiges Ziel sich darin zu üben, die Details nicht vereinzelt, sondern in ihrer Beziehung zum Ganzen zu sehen.

Dies ist wichtig beim freien und ungehemmten Erleben der Natur, unserer Welt. Neugier soll geweckt und kindgerechte logische Erklärungen oder Impulse gegeben werden. Bei Ausflügen, beim Experimentieren oder beim Ausstellen von Ergebnissen sollen die Kinder vergleichen und Erfahrungen sammeln. Es wird also nicht unterrichtet, sondern es werden Neugier, Interessen und Impulse aufgegriffen. Kindgerecht und logisch werden Sachverhalte vermittelt.

Aus dem Interesse der Kinder können sich dann Projekte oder Themen entwickeln, die im Alltag dazu führen, die Umwelt besser zu begreifen.

Somit entsteht durch die kosmische Erziehung eine bewusstere Sichtweise des Zusammenwirkens von Natur und Mensch.

 

9     Sensible Phasen

 

Maria Montessori stellte durch intensive Beobachtungen der Kinder fest, dass es in der kindlichen Entwicklung Phasen gibt, in denen das Kind eine besondere geistige Empfänglichkeit, eine besondere Bereitschaft für den Erwerb bestimmter Fähigkeiten hat. Diese Phasen, in denen sich das  Kind für bestimmte Dinge öffnet, nannte Maria Montessori „Sensible Phasen“.

 Es fällt dem Kind leicht, in dieser Zeit bestimmte Lernerfahrungen zu machen und die dazugehörigen  Fertigkeiten zu erwerben. Der „innere Bauplan“ des Kindes bestimmt, welcher Teil aus der Vielfalt seiner Umwelt jeweils aufgenommen werden soll und welche Bereiche für das augenblickliche Entwicklungsstadium die sinnvollsten sind.

In den ersten sechs Lebensjahren sind es vor allem die Bereiche Bewegung,  Sprache, Mathematik und Ordnung, für die das Kind besonders sensibel ist.

Da sich jedes Kind individuell entwickelt, ist die Reihenfolge der sensiblen Phasen variabel und sie dauern, abhängig vom Kind, unterschiedlich lange.

Daher ist  die genaue Beobachtung des Kindes ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit.

Die heutige Hirnforschung bestätigt die damals bereits empirisch gewonnen Erkenntnisse Maria Montessoris. Die Forscher sprechen von Lernfenstern, die sich öffnen. Wird eine solche Zeitspanne nicht genutzt, so können Lernprozesse auf diesem Gebiet nur mit viel Mühe und Aufwand nachgeholt werden.

 

10  Feste im Kinderhaus (Rituale)

Zum Start des Kindergartenjahres feiern wir ca. 4-6 Wochen nach Betriebsbeginn an einem Samstagnachmittag ein Kennenlernfest mit allen Familien.

Im Jahresverlauf werden mit den Kindern dann die verschiedenen Feste je nach Brauchtum gefeiert, wie St. Martin, Nikolaus, Karneval und Ostern.

Natürlich finden wir auch sonst gerne Gelegenheiten mit unseren Kindern zu feiern.

 

11  Raumgestaltung

Die Raumgestaltung im Kinderhaus ist den baulichen Gegebenheiten und den Bedürfnissen der Kinder angepasst.

 

Das Kinderhaus ist ein dreigeschossiges Gebäude. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für eine integrative Gruppenform 3 und für eine Gruppenform 1.

In der 1. Etage finden sich die Räume für 2 Gruppen der Gruppenform 2.

 

Jede Etage hat einen Wickelraum mit zwei Wickelbereichen, der von beiden Gruppen genutzt und begangen werden kann.

 

Die Vorgaben des LVRs zum Raumprogramm für die Gruppenform 1 wurden weitestgehend durch An- und Ausbaumaßnahmen umgesetzt, wie Anbau eines Schlafraums in der 1. Etage und Einrichtung eines Wickelraums.

Für die Umsetzung der inklusiven/integrativen Arbeit in der Gruppenform 3 haben wir die Waschräume der Gruppen Behinderten gerecht gestaltet, wie Einbau eines mit Rolli zu unterfahrenden Waschbeckens sowie einer Kindertoilette mit ausreichendem Raum, damit eine Begleitperson einem Rolli fahrenden Kind beim Toilettengang behilflich sein kann. Ein Therapieraum wurde im Erdgeschoss angebaut.

 

Weiter wurden bei den Umbauarbeiten alle Wege in den Bereichen der Kinder im Haus barrierefrei gestaltet, so der Einbau eines Fahrstuhls vom Erdgeschoss in die 1. Etage. Der Eingangsbereich des Hauses ist ebenfalls barrierefrei.

Es wurde zur Unfallverhütung an allen Türen Klemmschutzvorrichtungen angebracht.

 

In der 2. Etage befinden sich die Personal- und Lagerräume für Arbeitsmaterialien.

 

Auf der Grundlage aktueller Sicherheitsbestimmungen wurden drei Fluchtwege durch Außentreppen am Haus angebracht.

Der Schallschutz wurde in allen Räumen der Kinder sehr aufwändig installiert.

Eine Brandmeldeanlage wurde fachgerecht eingebaut und wird von Fachleuten regelmäßig gewartet.

 

12  Zur Zusammenarbeit zwischen Kinderhaus und Eltern

Uns ist wichtig, dass zwischen Eltern und Erziehern auf der Grundlage der pädagogischen Konzeption eine tragfähige Vertrauensbasis entsteht. Ausgehend von diesem grundsätzlichen Vertrauen gestalten wir Erzieherinnen unsere alltägliche Arbeitspraxis mit den Kindern situativ.

Wir informieren die Eltern in einem individuellen Aufnahmegespräch über den Verlauf der Eingewöhnphase ihres Kindes und sprechen individuelle Eingewöhnmöglichkeiten mit ihnen ab. Während dieses Gesprächs baut die Erzieherin gezielt den Kontakt zu den Eltern auf.

 

Ein guter Kontakt mit den Eltern ist uns sehr wichtig, da er dieBasis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit bildet, die die optimale Voraussetzung für einen erfolgreichen Start der Kinderhauszeit des Kindes ist.

Wir bitten die Eltern uns einen Anamnesebogen zur bisherigen Entwicklung des Kindes auszufüllen. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen kann die Erzieherin individuell auf das Kind eingehen und die Eingewöhnung positiv betreiben.

Informationen über unsere pädagogische Arbeit und die Einbeziehung der Eltern in den Eingewöhnungsprozess sind weitere positive Unterstützungspunkte für eine glückende Eingewöhnphase.

Im Einzelnen geschieht die Zusammenarbeit zwischen Kinderhaus und Eltern in Form von

v    Elterngesprächen

v    Rücksprache mit dem Elternhaus

v    Hospitationen der Eltern im Kinderhaus

v    Eltern -/Kind - Aktionen

v    Elternabende

v    Arbeitsgemeinschaften

v    Festen/Elternfete

v    Mitarbeit im Elternrat oder Förderverein

v    Praktische Unterstützung bei Aktionen rund um das Kinderhaus.

 

Wichtig ist, eine Transparenz unserer pädagogischen Arbeit herbeizuführen. Wir möchten Eltern Einblick gewähren und sie Anteil am Leben ihrer Kinder im Kinderhaus nehmen lassen (z.B. durch Wochen- und/oder Monatsrückblicke).

Die Wünsche, Ideen, Kritiken und Vorschläge der Eltern sollen Gehör finden.

Unser Ziel ist ganz klar

gemeinsam zum Wohl der Kinder zu handeln.

 

Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die genaue Beobachtung des Kindes und die immer wiederkehrende Überprüfung der Beobachtung:

v    Wo liegen die Stärken des Kindes?

v    Was sind seine Schwächen?

v    Was braucht das Kind?

v    Wo und wie können wir pädagogisch tätig werden?

Pädagogisches Handeln setzt immer bei den Stärken des Kindes an.

Schwächen können so, durch gezielte, individuelle Förderung der Stärken, aufgefangen und ausgeglichen werden.

 

13  Elternmitarbeit in der Elternpflegschaft/Elternvertretung

 

Zu Beginn des Kindergartenjahres wählen alle Eltern eine Elternpflegschaft, die als Bindeglied zwischen Eltern, Personal und Träger fungiert.

Es werden pro Gruppe jeweils ein Pflegschaftsmitglied und ein Vertreter gewählt. Aus dieser Gruppe wählen die Pflegschaftsmitglieder einen Vorsitzenden.

Der Träger, das Personal und die Elternpflegschaft bilden den Rat der Einrichtung.

 

 

 

14   Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

 

Alle Kindertageseinrichtungen der Stadt Bad Honnef und die Grundschulen haben die Grundsätze und Inhalte ihrer Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung zusammengefasst. Wir gestalten die Übergänge vom Kindergarten in die Schule gemeinsam. Es gibt einen regen fachlichen Austausch untereinander, gegenseitige Hospitationen und gemeinsame Fortbildungen beider Einrichtungen sind feste Bestandteile der Zusammenarbeit.

Zu den kinderärztlichen Praxen in Bad Honnef besteht ein guter Kontakt. Auch hier gibt es den fachlichen Austausch und die gegenseitige Beratung.

Zu unterschiedlichen therapeutischen Praxen in Bad Honnef besteht bereits ein enger Kontakt. Durch die Aufnahme von Kindern mit Behinderung wird dieser noch intensiver, durch individuelle Kooperationsverträge wird die Zusammenarbeit genau definiert.

 

15   Finanzierung

 

Die Erziehungsberechtigten verpflichten sich, für die Betreuung des Kindes die in den gesetzlichen Bestimmungen des Gesetzes zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz NRW - KiBiz) genannten  erforderlichen einkommensabhängigen Beiträge an den Träger der örtlichen Jugendhilfe (Jugendamt Bad Honnef)zu entrichten.

 

Zur Deckung der nicht durch den Landeszuschuss gedeckten Betriebskosten ist ein monatlicher Beitrag in Höhe von zur Zeit 30,00 € erforderlich, der per Lastschrift eingezogen wird.

 

Dieser Betrag ist seit dem 01.01.2010 bis auf weiteres ausgesetzt.

Sofern das Kind ein Mittagessen erhält, ist ein Essensgeld an den Träger zu zahlen, dass die entsprechenden Personal- und Sachkosten, soweit nicht von Dritten refinanziert, deckt. Diese Kosten werden gesondert bekannt gegeben und monatlich eingezogen.

 

 

 

 

 

 

16  Öffnungs- und Betreuungszeiten

 

Das Kindergartenjahr beginnt immer am 1. August des jeweiligen Jahres.

 

Kindergartenkinder  (25 Wochenstunden Betreuungszeit):

 

Montag – Freitag:                        7. 30 Uhr - 12.30  Uhr

 

 

 

Kindergartenkinder (35 Wochenstunden Betreuungszeit):

 

Montag – Donnerstag:              7.30 Uhr - 12.30 Uhr

                                                         14.00 Uhr - 16.15 Uhr

Freitag:                                            7.30 Uhr - 12.30 Uhr

                                                         14.00 Uhr - 15.00 Uhr

 

Blockkinder (35 Wochenstunden Betreuungszeit):

Montag – Freitag:                         7.00 Uhr - 14.00 Uhr

 

Tagesstättenkinder (45 Wochenstunden Betreuungszeit):

Montag –  Donnerstag:             7.00 Uhr - 16.15 Uhr

Freitag:                                            7.00 Uhr - 15.00 Uhr

 

 

17  Schließzeiten

v    Im Sommer ist das Kinderhaus für drei Wochen innerhalb der Schulferien in

NRW geschlossen.

v    Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind geschlossen.

v    Der Tag nach den Weihnachtsferien bleibt als Konzeptionstag geschlossen

v    Karneval schließt das Kinderhaus Rosenmontag und Veilchendienstag.

v    In den Osterferien haben wir die Ferienwoche nach dem Osterfest das Kinderhaus

geschlossen.

v    Weitere so genannte „Brückentage“ oder sonstige „Kinderhaus - freie - Tage“

            geben wir frühzeitig durch Elternbriefe bekannt.

 

 

Kontakte und Ansprechpartner:

Nora Grohe , Kinderhausleitung

 

 

Parkkindergarten Hagerhof

Integratives Montessori Kinderhaus gGmbH

Bernhard - Klein - Str. 16

53604 Bad Honnef

Tel.:   02224 / 4458

Fax: 02224 / 9889138

E-Mail: kiga@ hagerhof.de